Verdientes Fondue nach dem Sieg über die Akademiker aus Zürich

Zuerst die Arbeit dann das Vergnügen. Wie alle Jahre gehen wir einmal geschlossen an die Zugermesse kräftig Fondue verputzen nach einem Heimspiel. Dieses Jahr waren die Akademiker aus Zürich zu Besuch und wir luden zum 3. Liga-Spiel um 15.15 Uhr in die Bossard Arena.

Durch zahlreiche Abwesende (Kurz- und Langzeitverletzte) standen gerade mal 11 Mannen und 2 Goalies im Lineup. Unser Glück war, dass die Zürcher Ihrerseits auch nicht gerade viel mehr Gitter-Buben (Der kleine Scherz sei mir verziehen) im Kader mitbrachten. Wie dem auch sei.

Im ersten Drittel legten wir gleich los wie die Feuerwehr und gingen bereits nach 2 Minuten durch Reyan Kücük in Führung.  Das Spiel kontrollierten wir stets liessen allerdings immer wieder unnötige Chancen der Gäste zu, weil die Feinabstimmung irgendwie nicht so präsent war. Kleine Fehlpässe hier, ein Stolperer in dummen Momenten dort. Zum Glück war einer stets auf der Höhe – unser Thurgauischer Mosthexer Wayne Bieri. Er pflückte die Pucks aus allen Ecken wie ein echter Ostschweizer Äpfel vom Baum. Die Zürcher verzweifelten ein fürs andere Mal. In der 15. Minute war es Simon Brügger der auf 2:0 erhöhte.  In der 17. Minute schafften es die Gäste für einmal doch unseren Hexer zu überwinden und verkürzten auf 2:1. Pause.

Die Pausenansage von Coach Marco Annen war klar und deutlich. Wenn wir unsere Geschwindigkeit über die Seiten ausspielen stehen die Gäste im Schilf herum. Gesagt getan. 1 Minute nach Anpfiff zündeten die Brothers Kücük den Turbo und bedienten Markus Walker der das Skore auf 3:1 erhöhte. Die Linie bliebt gleich auf dem Gletscher und so war es wieder Markus Walker der den Puck gerade mal 12 Sekunden nach seinem ersten Treffer im Torhimmel versenkte. 4:1! Praktisch im Gegenzug verkürzten die Gäste auf 4:2. Wir liessen uns allerdings nicht aus der Ruhe bringen und erhöhten abermals. Wieder war es Reyan Kücük der zuerst die ganze Mannschaft stehen liess und dann zum Schluss den Goalie zuckersüss zwischen den Hosenträgern vernaschte. Und in der 33. Minute drückte Rocket Man Roger Amhof aufs Gas und griff so richtig tief in die Trickkiste zum Staunen aller 20 Zuschauer und erhöhte gar auf 6:2. Pause.

Im Schlussabschnitt gings lediglich noch ums verwalten. Wir mussten nicht und die Gäste konnten nicht, weil im Kasten immer einer zur Stelle war – Wayne Bieri. Im Schlussabschnitt wurde es etwas gehässiger. Klar wenn man mit 6:2 von alten Mannen vorgeführt wird – kann man schon mal die Nerven verlieren. Die Schiedsrichter liessen erstaunlich viel laufen. Trotzdem hätten wir uns auch einige Strafminuten schenken und einfach unser Spiel weiter runterspulen können. Denn wir waren heute in allen Belangen überlegen. Krönender Abschluss gelang dem überragenden Reyan Kücük, der auch in der 57. Minute immer noch Luft hatte um sämtliche Spieler zu umkurven (die eigenen und die anderen) und netzte ein zum Schlussstand von 7:2.

Fazit:

Wir waren die clevere, schnellere und vor allem viel effizientere Mannschaft und hatten einen Torhüter, der nicht voll von Löchern ist wie ein Emmentaler Käse. Und zum Schluss durften wir eisgekühltes Bier geniessen.

PS: der Poser in diesem Bild geniesst das Rampenlicht. Keine 10 Minuten davor hats kräftig getätscht auf dem Eis – schön kann er in seinem Alter schon wieder gehen 🙂 Gäll Tiger bisch ebe en ächte Steher!

Es schliess: Schorsch #17