Spielbericht HC Seetal vs. HC Zugerland

Wie gewonnen so zerronnen. Wir sind etwas knapp besetzt mit 12 Feldspielern nach Hochdorf gefahren und spielten gegen mehr oder weniger vollzählige Seetaler.

1. Drittel

Die Hausherren legten gleich los wie die Feuerwehr. Wieder und wieder forcierten die Gastgeber das Forechecking und das gleich mit zwei Mann. Auf dem kleinen NHL Feld mussten wir uns erst an diese Aktivität gewöhnen und kamen so langsam ins Spiel. Für die Seetaler gab es bisher nichts Zählbares aus ihren Chancen. Wieder und wieder zerstörte entweder unser Abwehrmann Wayne Bieri – der wieder einmal in Höchstform war – oder aber wir putzten gemeinsam den Puck aus der Gefahrenzone. In der 15. Minute konnten wir ein Bully in der Offensivezone gewinnen. Der Puckgewinn nützte Simon Brügger und bediente mit einem Minipass Joél Steinmann, der den Puck Backhand in der nahen Ecke versenkte. Da schaute der Goalie nicht gerade gut aus. Dieses Resultat nahmen wir mit in die Drittelspause.

2. Drittel

Die Ansage von Coach Marco Annen war in der Pause klar. Vier kleine Bankstrafen in einem Drittel sind einfach zu viel. Das musste sich ändern. Das Spiel war im Mitteldrittel ein einziges Hin und Her. Doch in der 25. und 27. Minute fassten wir Strafe 5 und 6 und so konnten die Hausherren in Überzahl aggieren. Nur einfach Überzahl, weil die Seetaler Ihr Powerplay durch eine Strafe Ihrerseits selbst reduzierten. Die Hausherren konnten diese Powerplay mit 4:3 Mannen auf dem Eis dann doch noch nützen und glichen um 1:1 aus. Nur 3 Minuten später – kam gerade einer von unseren Mannen aus der Kühlbox und zwei weitere haben Platz genommen spielten die Gäste wieder mit 1 Mann mehr Powerplay. und schon wieder kachelte es. Mit 2:1 ging es in die Pause.  Die Ansage vom Coach hatte keine Früchte getragen. 6 Bankstrafen haben wir uns eingefangen und wurden zwei Mal dafür bestraft. Jetzt hätte dem hinterst und letzten klar sein sollen, dass es gegen das wirklich gut funktionierende Powerplay der Seetaler nichts verträgt. Das mit dem Zuhören üben wir nochmal 🙂

3. Drittel

Im Schlussabschnitt fand kurz nach Wiederanpfiff ein Bully in der Offensivzone statt. Kusi Walker bediente Reyan Kücük, der sich nicht zweimal bitten liess und das Skore ausglich. Doch nur 2 Minuten später konnten die Gastgeber wieder in Führung gehen. in der 47. Minute standen je 4 Spieler auf dem Eis und der Puck gelangte im Angriffsdrittel an die blaue Linie zu Alan Benz. Der hämmerte einfach mal los. Der Puck flog zwar weit über die Torlatte sprang allerdings vom Plexiglas zurück übers Tor und so konnte der ideal platzierte Joél Steinmann den Puck in Baseball-Manier ins Tor buxieren. Homerun sozusagen. Ausgleich. und 2 Minuten später – wir spielten für einmal Powerplay – war es Niclas Hedberg, der von Fabio de Marco und Jonas Mosimann bedient wurde und zur Führung 3:4 traf. Noch in der selben Spielminute starteten die Gastgeber eine erneute Angriffswelle auf uns und beendeten diese mit einem erneuten Nachschlagen auf unseren Tormann. Wieder wurde es nicht geahndet von den beiden Unparteiischen. Da platze Alan Benz der Kragen und „streichelte“ den Angreifer mit einem Faustkuss ins Gesicht. Und weitere 30 Sekunden später wanderte gar noch einer von uns auf die Strafbank. Erneut doppelte Unterzahl. Und es kommt was kommen muss wenn man mit schwindenden Kräften kurz vor Spielende nochmal in doppelter Unterzahl antreten darf – Ausgleich.

Overtime

Diese ist kurz erzählt. Die beiden Zebras – waren wirklich den ganzen Match schon nicht ganz auf der optimalen Höhe des Geschehens – zogen Ihre Linie weiter durch und so konnte ein Seetaler seine Chance nützen und zum 5:4 einschieben. Tragisch an der Geschichte – der Gamewinner stand rund 1.5 Meter im Offside als er bedient wurde und die Schiris meilenweit davon entfernt. Folglich platzte Coach Annen der Kragen und liess seinen Emotionen freien Lauf. Bestraft wurde dies zum Glück nicht.

Fazit

Die Gastgeber haben den Sieg nicht gestohlen. Doch auf die Art und Weise wie sie gewonnen haben ist doch etwas sonderbar. Gespielt haben wir das ist klar. Dennoch darf auch mal an die Leistung der Unparteiischen appelliert werden. 7 Bankstrafen für die Gastgeber und 13 gegen uns. Das Verhältnis war nicht so einseitig was die Strafen betrifft. Zahlreiche Strafen – teils wirklich nicht notwendige wurden gepfiffen und haben den Spielfluss komplett unterbrochen. Schlussendlich hatten die Seetaler mehr Speed und wurden dafür belohnt und auch weil wir uns mit den vielen Strafen nicht nur den Spielfluss sondern mit auch die Energie gleich selbst geraubt haben. Wir haben 1 Punkt mitgenommen und grüssen nach wie vor von Platz 2 der Tabelle – mit 1 Spiel mehr als Thalwil. Das Learning ist klar wir dürfen wieder mehr laufen, weniger Strafen nehmen und dann kommt das gut.

Statistiken zum Spiel

Salve und guten Wochenstart

Schorsch #17