Spielbericht HC Zugerland vs. Glarner EC

Eine Medaille hat immer zwei Seiten oder anders gesagt wir zeigen oft zwei Gesichter.

Das 6. Spiel der Meisterschaft findet zwischen uns und dem Glarner EC statt. Zuhause konnten wir gegen den äusserst unangenehmen Gegner noch nie gewinnen – deshalb vorneweg – das hat sich geändert.

Das Spiel beginnt äusserst intensiv und wechselt zwischen hin und her oder Offensive und Defensive. Was wirklich auffällt ist die ungewöhnlich hohe Strafenliste – beider Teams. Über das ganze Spiel hinweg fehlt den beiden Schiedsrichtern das Feingefühl für wirkliche Strafen und eben keine Strafen. Das Niveau der Unpareiischen passt sich eben dem Niveau der Spieler an und das ist bekannterweise sehr breit gefächert. Wie dem auch sei – darüber lamentieren nützt nichts.

Los gehts mit dem 1. Drittel.

Bereits das zweite Powerplay können die Gäste in etwas Zählbares verwandeln und gehen in der 11. Minute in Führung. Nachdem wir dann drei weitere Boxplays überstehen lanciert Niclas Hedberg mit einem weiten Pass Joél Steinmann, der Marco Villiger als Relais nutzt und dann den Puck in voller Fahrt aufschnappt, den Gegner mit einem Fake-Slapshop verarscht und den Torhüter gleich mit und somit zum 1:1 ausgleicht. Kurz Vor Drittelspause ist es Niclas Hedberg der einfach mal abzieht von der blauen Linie und der Puck findet einen äusserst bizarren Weg ins Tor. 2:1.

Mitteldrittel

Die Pausenansprache war klar. Weniger Strafen, mehr Fokus auf Speed und Zusammenspiel. Gesagt getan. Wir sammeln im Mitteldrittel bloss 3 x 2 Strafminuten und treffen gleich Reihenweise. Kurz nach der Pause ist es wieder Joél Steinmann der durch Simon Brügger bedient wurde. 3:1. In der Folgeminute gelingt den Gästen allerdings wiederum der Anschlusstreffer. Keine 3 Minuten später ist es wieder die erste Linie um Alan Benz welche zum Angriff bläst. Zu dritt stürmen wir aufs gegnerische Tor. Benz spielt herrlich zurück auf Joél Steinmann, der seinen Hattrick vervollständigt und den Puck oben rechts in den Winkel knallt. Nun folgen die 20 Sekunden von Roger Amhof. Lediglich 30 Sekunden nach dem 4:2 zieht Roger Amhof einfach mal ab und erwischt quer durchs Drittel durch den Torhüter über der rechten Schulter. 5:2. Kaum angespielt ist es wieder Roger Amhof der den Abpraller vor dem Tor ins Tor hämmert. 6:2. In der 34. Minute können wir für einmal wieder Powerplay spielen. Der Puck läuft flüssig und so gelangt der Puck in die Tiefe nebens Tor von Joél Steinmann der durch den Slot via Flip-Pass Alan Benz bedient. Dieser fackelt nicht lange und versenkt herrlich zum 7:2. Pause.

3. Drittel – Larifari

Das Schlussdrittel ist schnell erzählt. Wir lehnen zurück, ruhen uns auf den Lorbeeren aus und das wird rigoros bestraft. Das man mit 6 x 2 Minuten mehr als die Hälfte des Drittels in Unterzahl spielt hilft nicht gerade. Und so können die Glarner Powerplay Nr. 17 und Nr. 18 aufziehen. Und wie es halt ist wenn wir ständig in der Box spielen, dann fallen eben auch Tore. So geschehen drei Stück an der Zahl. Das Spiel gerät den Schiedsrichtern zunehmend aus der Hand. Zweimal werden Entscheide geändert. Zum Glück. Ein offensichtliches Fusstor der Glarner wird nach Besprechung dann doch nicht gegeben. Man kann wirklich sagen der eine der beiden Zebras war wirklich nicht auf der Höhe. Oropax gehören wirklich nicht ins Ohr bei einem Eishockeymatch.

Fazit:

3 Punkte sind im Trockenen. Wir haben die Niederlagenserie zu Hause gegen Glarus gebrochen und wir haben erneut viel zu viele Strafen gesammelt. Sage und schreibe 14 x 2 Minuten + 1 x 25 Minuten sind wirklich viel zu viel. Die Gäste sind gerade mal die Hälfte in der Kühlbox gesessen. Das Spiel war jetzt nicht wirklich so einseitig was die Strafen betraf. Da wünschen wir uns wirklich viel mehr Feingefühl für die Zukunft. Allerdings müssen wir uns auch an der eigenen Nase nehmen. Die Strafen unsererseits hätten wir durch mehr Ordnung, Fokus und kontrolliertere Emotionen deutlich geringer halten können.

So fertig für heute. Am Mittwoch gehts weiter mit dem Cup-Kracher gegen EHC Bülach um 20.00 Uhr in der Bossard Arena.