Spielbericht HC Zugerland vs Küssnachter SC

Der Spitzenkampf ging kräftig den Bach runter.

Die Küssnachter wollen diese Saison unbedingt eine Liga höher gehen. Entsprechend haben sie auch aufgerüstet und das Team verjüngt auf diese Saison hin. Das Training wurde bereits zahlreiche Wochen vor unserem in die Wege geleitet zu Beginn der Saison. Die Ambitionen sind also da und sehr hoch. Alles ausser Aufstieg scheint für die Rigistätter keine Option zu sein. Nach dem sehr sehr hitzigen Freundschaftsspiel zu Beginn der Saison (gefühlte 2000 Strafminuten) kam es diesen Samstag zu einem faireren Spiel mit weniger Aktivität in der Kühlbox.

1. Drittel

Die Gäste aus Küssnacht machten von der ersten Sekunde an Druck und wir hielten dagegen. Mit unseren 12 Mannen standen die Vorzeichen für einen Abnützungskampf allerdings mehr als nur düster. Zumal die Gäste mit 4 kompletten Linien aufmarschierten. Alle jung, alle hungrig wie reudige Hunde könnte man fast meinen. Zu Beginn ging scheinbar in Küssnacht das Gerücht um, dass unser Speedy Gonzales Reyan Kücük nicht spielen würde. Dem war nicht so entsprechend verwirrt kuckten die Gäste als Reyan sich auf dem Eis warm machte. Das zeigt wie unsicher man in Küssnacht ist und alles versucht um aufzusteigen. Item. Nach einem Hin und Her konnten wir durch eine schöne Passtafette durch David Favreau in Führung gehen. Doch nur wenige Minuten später schafften die Gäste den Ausgleich. Nach einem gerade abgeschlossenen Boxplay erzielten die Gäste sogar noch den Führungstreffer. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Rigistätter das Tempo erhöht.

2. Drittel – Absturz total

Das Mitteldrittel ist eigentlich sehr schnell erzählt. Wir sind mehr oder weniger auf dem Eis rumgestanden und entsprechend ist der Puck nicht für uns gelaufen. Eins für andere Mal wurde unser Goalie Wayne Bieri im Stich gelassen und so konnten die Gäste innert 20 Minuten das Skore um 5 Tore ausbauen und führten nach 40 Minuten mit 1:7. Zwei Tore fielen im Powerplay.

3. Drittel – klare Ansage

Die Pause lief bereits einige Minuten als Assistenz-Capitano Joél Steinmann in die Garderobe kam und mal Tacheles sprach. Müde Beine nach dem Cup-Spiel am Mittwoch hin oder her. Es war wirklich nicht zum zusehen was wir im Mitteldrittel abgeliefert hatten. Er appelierte an den Stolz und die Möglichkeiten von jedem einzelnen. Die Worte schienen die Mannschaft zu beflügeln. Das Startdrittel konnten wir im Powerplay beginnen und so war es auch gleich Joél Steinmann höchst selbst, der seine eigenen Worte in die Tat umsetzte und eine Passkombination nach gerade mal 24 Sekunden im Tor versenkte. Nur 30 Sekunden später – die Garderoben-Worte hallten noch nach – erzielte Roger Amhof das dritte Tor für uns. 3:7. Die Gäste nahmen ihr Timeout, welches die Wirkung leider nicht verfehlte und nur 20 Sekunden nach unseren beiden Treffern trafen die Küssnachter zum 3:8. Jetzt spielten wir endlich wieder Eishockey. Es war ein ausgeglichener Kampf – auch wenn klar war, dass wir keine 6 Tore in der verbleibenden Zeit mehr würden schiessen können. Dafür war dann die Luft und Energie mit 12 Mannen doch zu knapp. In der 48. Minute trafen die Gäste noch zum 3:9 Endstand.

Fazit

Das miserable Mitteldrittel hat uns Punkte gekostet. Hätten wir dort einfach Eishockey gespielt wie die ersten 10 und die letzten 20 Minuten, wäre das Spiel ganz anders gelaufen. Irgendwo war wohl der Wurm drin. Ich behaupte es hat nicht an der Energie gelegen. Wir haben uns zu sehr das Spiel der Gäste aufzwingen lassen und uns zu wenig auf unser Spiel fokussiert. Wir haben in der Vergangenheit bewiesen, dass wir zu Erstaunlichem in der Lage sind – auch mit bloss 10 Mannen. Dieser Exploit konnten wir leider nicht zum Besten geben. Wir gehen allerdings mit einem guten Gefühl aus dem Spiel – schliesslich haben wir das Schlussdrittel 2:2 unentschieden gespielt und dort gezeigt dass wir den Tabellenführer durchaus reizen können. Ebenfalls positiv zu erwähnen ist, dass wir unsere Emotionen – was die Strafen betrifft – sehr gut gezügelt hatten. Es gab zahlreiche Situationen wo wir auch schon ziemlich ausgetickt wären. Das war nicht der Fall und so ist es toll, dass wir lediglich 6 kleine Bankstrafen einsammelten und damit weniger als die Gäste. Am kommenden Samstag findet bereits das nächste Spiel gegen die GCK Lions auf dem Dolder in Zürich statt.